Pixelschlacht: Canon packt 120 Megapixel auf Fotosensor
Der Elektronikkonzern Canon hat heute, Dienstag, einen CMOS-Bildsensor für digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) mit der Weltrekord-Auflösung von 120 Megapixel vorgestellt. Das ist rund sechsmal mehr als bei Canons derzeit höchstauflösenden DSLR-Kameras “EOS-1Ds Mark III” und “EOS 5D Mark II”. Dabei ist der Rekord-Chip im APS-H-Format gehalten und somit um fast ein Drittel kleiner als der Bildsensor der EOS-Modelle. Die ultrahohe Auflösung verspricht noch nie dagewesene Bildqualität auch bei starker Vergrößerung.
Bildpunkte satt
“Zum aktuellen Zeitpunkt stellt dieser Sensor beeindruckend das Maxium des technisch Machbaren dar”, meint Markus Tadler, Product Business Developement DSLR/ DSC/ Video bei Canon, auf Nachfrage von pressetext. Der CMOS-Rekordsensor ist etwa 29,2 mal 20,2 Millimeter groß und bietet auf dieser Fläche 13.280 mal 9.184 Pixel. Das sind etwa 7,5 mal so viele wie bei Canons stärkstem formatgleichen Bildsensor am Markt. Die effektive Auflösung liegt damit rund 2,4 mal höher.
Eine Frage der Zeit
“Inwieweit solche Sensoren den Weg in die Serienfertigung schaffen, bleibt noch abzuwarten”, so Tadler. Ein bereits 2007 entwickelter formatgleicher CMOS-Sensor mit immerhin 50 Mio. Bildpunkten hat es bislang nicht in kommerzielle Kameramodelle geschafft. “Da sowohl die Kapazität von Speichermedien rasch ansteigt als auch der professionelle Bedarf an hochwertigen Bildern am Markt vorhanden ist, könnte der nun angekündigte Sensor sehr wohl einmal interessant werden”, betont aber der Canon-Mitarbeiter im pressetext-Gespräch.
pte




… so eine Megapixelschleuderei.
1. wofür benötigt man solch hohe Auflösungen? 2. Gibt es schon Computer, die das auch nur annähernd verarbeiten können? Wer soll das retuschieren – schenken wir den Fotografen neue Augen, die das verarbeiten können? Wer bezahlt Dateien, mit einem solch enormen Verarbeitungsaufwand? Wer baut die passenden Objektive dazu?
All diese Fragen beschäftigen uns, in Anbetracht dessen, dass über neunzig Prozent aller produzierten Bilder niemals größer als 10/15cm in angemessener Auflösung gebraucht werden…
leider nur schoen fuer photographen, die gleichzeitig hoechste aufloesung und geringste tiefenschaerfe benoetigen. nach meiner ueberschlagsrechnung setzen bei dieser pixeldichte bereits bei blende 4.0 erste effekte der beugungsunschaerfe ein. genau wie den aktuellen kompaktkameras.