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Wie man Verwertungsrechte an Fotos weitergeben kann.

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Das Urheberrecht als solches kann durch Rechtsgeschäfte unter Lebenden nicht übertragen werden. Der Urheber kann jedoch Anderen die Befugnis erteilen, das Werk in bestimmter Weise zu nutzen. Hiebei kann der Urheber einem Anderen das Recht einräumen, das Werk auf einzelne oder alle dem Urheber vorbehaltenen Verwertungsrechte zu benutzen*.

Der Urheber kann aber auch einem Anderen das ausschließliche Recht zur Benutzung des Werks auf einzelne oder alle nach dem UrhG dem Urheber vorbehaltenen Verwertungsarten einräumen*. Diese Rechte gelten auch für die Übertragung der Lichtbildherstellerrechte.

Der Grundsatz der Unübertragbarkeit des Urheberrechts unter Lebenden bezieht sich daher nur auf die Gesamtheit seines personen- und vermögensrechtlichen Inhalts.

Einzelne Verwertungsrechte können sehr wohl übertragen werden.

Urheberpersönlichkeitsrechte

Die Urheberpersönlichkeitsrechte sind nicht übertragbar, doch können sie unter Umständen anderen (treuhändig) zur Ausübung überlassen werden; dies trifft insbesondere für Verwerungsgesellschaften zu.

Persönlichkeitsschutz

Im Unterschied zum Urheber eines Lichtbildwerkes, genießt der Hersteller eines einfachen Lichtbildes jedoch keinen unübertragbaren Persönlichkeitsschutz. Vielmehr sind sämtliche Rechte des „schlichten“ Fotografen – einschließlich der Herstellerbezeichnung – übertragbar.

Werden die Verwertungsrechte des Lichtbildherstellers auf einen Anderen übertragen, so kann dem Erwerber auch das Recht eingeräumt werden, sich als Lichtbildhersteller zu bezeichnen. In diesem Fall gilt hinkünftig er als Hersteller und hat, wenn er als solcher auf dem Vervielfältigungsstücken genannt ist, auch Anspruch auf Hersteller und Gegenstandsbezeichnung.

 


Gastartikel von Dr . Volker Mogel, LL.M. EUR.

Der veröffentlichte Artikel enthält nur erste allgemeine Hinweise und kann eine eingehende Rechtsberatung im konkreten Einzelfall nicht ersetzen.

*„Werknutzungsbewilligung“, § 24 Abs 1 UrhG