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Wels oder die Wüste: ein Gespräch mit dem Fotografen Josef Hoflehner

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Das Atelier Jungwirth in Graz bringt zeigt ab dem 4. Oktober eine Ausstellung unseres Kollegen Josef Hoflehner. Das nehmen wir zum Anlass und fragen ihn zu seiner Arbeit und seinen Motiven. Lesen Sie hier das ganze Gespräch.

Wie kamen Sie zur Fotografie, wie kam die Fotografie zu Ihnen?
Zur Fotografie kam ich über die Dokumentation meiner Reisen. Heute reise ich, um zu fotografieren.

Wann war für Sie klar: „Schwarzweiß ist mein Medium“?
Fotografisch bin ich praktisch mit Schwarzweiß aufgewachsen – eine eigene SW-Dunkelkammer war obligatorisch. Später mischte sich doch etwas Farbe hinzu, aber spätestens seit „Frozen History“ bin ich wieder clean – bis heute zumindest.

Was ist für Sie das schönste Fotomotiv der Welt?
Schöne Motive gibt es en masse. Das Schönste – landschaftlich gesehen – ist der Li Jiang in Süd-China – und zwar mit Abstand.

In welchem Teil der Erde haben Sie bisher noch nie fotografiert?
Steiermark. Nein, Spaß beiseite. Ich habe schon auf allen sieben Kontinenten und in rund 50 Ländern fotografiert, aber es wird natürlich immer Gegenden geben, wo ich nicht fotografieren werde – alles kann man nicht machen.

Auf welche Aufnahme sind Sie besonders stolz?
Es gibt viele Aufnahmen, auf die ich stolz bin, darunter „Mosque & Birds“, „Shanghai Skyline“, „Jet Airliner #01“(*) und „Bus Stop“. (*)
(*) Bilder unten.

Sie arbeiten neben Büchern und Ausstellungen auch viel mit dem Web, zuerst mit Ihrem Blog, nun mit Facebook. Wie wichtig sind Social Media für Sie als Künstler geworden?
Über diese Medien erreicht man ein großes Publikum – gewisse kommunikative Schranken fallen, man wird erreichbar – auch wenn es oft nur ein „Hallo“ ist. Wirtschaftlich gesehen ist das aber vernachlässigbar.

Ihre Bilder sind meist sehr reduziert, viele weiße Flächen, ein paar dunkle Konturen, Linien, Schattierungen. Hatten Sie in den vergangenen Jahren zwischendurch nie das Bedürfnis, das Gegenteil davon zu machen, nämlich farbenfrohe Üppigkeit?
Hin und wieder mache ich auch Farbbilder, aber als Bedürfnis würde ich das nicht bezeichnen.

Wie lange dauerte es, bis der internationale Erfolg da war und was war Ihrer Meinung nach der entscheidende Auslöser dafür?
Erst 2005 habe ich damit begonnen, den Erfolg zu suchen – und das machte sich auch relativ schnell bezahlt: Führende Galerien aus London, New York, Berlin und Los Angeles bekundeten innerhalb von wenigen Monaten ihr Interesse. Meine „hochgepriesenen“ Bücher „Frozen History“ und „Unleashed“ waren dabei auch eine große Hilfe. Die Herausforderung ist aber kontinuierlich hochqualitative Arbeiten und interessante Projekte zu liefern, denn man wird sehr schnell wieder vergessen.

Im Zweifelsfall: Wels oder die Wüste?
Kommt auf die Wüste an…

Man findet selbst im allwissenden Web kaum biografische Details zu Ihnen, ist das Absicht?
Das Web ist tatsächlich allwissend – und man kann auch über mich biografische Details finden, jedoch sollten auf jeden Fall meine Fotografien im Vordergrund stehen. Wikipedia kennt mich zumindest auf den englischen und französischen Seiten.

Können Sie uns vielleicht doch ein wenig mehr verraten, zum Beispiel zu Ihrer Ausbildung?
Nach der Grundschule kam noch ein Abschluss einer Hotelfachschule. Kurze Zeit später beschloss ich aber Fotograf zu werden. Ich war hoch interessiert und lernte alles aus Büchern und durch Praxis… und machte mich selbständig. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Was möchten Sie in Graz auf jeden Fall fotografieren?
Ich habe eine Liste, auf dieser stehen viele dutzende Städte, Länder oder Plätze wo ich gerne noch (oder nochmal) fotografieren möchte. Aber Graz steht da nicht drauf – hab extra nochmal nachgesehen ;-)

Wir bedanken uns für das Gespräch!

Fotos: atelierjungwirth.com/ Josef Hoflehner

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